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Strukturmodell – kurz erklärt
Die neuen Pfarreien in der Erzdiözese Freiburg wurden größer und komplexer. Dies brachte organisatorische Herausforderungen mit sich. Um die pastorale Vielfalt zu vernetzen, braucht es einen anderen Ansatz der Zusammenarbeit. Deshalb ist das Strukturmodell der neuen Pfarrei konzentrisch aufgebaut. Die Pfarrei bildet gemäß dem Kirchenrecht eine pastorale und organisatorische Einheit.
In der Pfarrei gibt es verschiedene pastorale Handlungsfelder und Räume, die zueinander in Beziehung stehen. Die Struktur der Pfarrei wird von Gemeinden, Kompetenzteams, Kirchorten, Kontaktflächen und Einrichtungen gebildet.
Eine Gemeinde ist in der Regel an einem bestimmten Ort, z.B. in einer Stadt, in einem Stadtteil, in einem Dorf. Daneben gibt es Personalgemeinden (wie z.B: die Hochschulgemeinde für Studierenden) und digitale Gemeinden. Hier findet das statt, was christliches Gemeindeleben ausmacht: Verkündigung, Liturgie, Dienst am
Nächsten, Gemeinschaft.
Nächsten, Gemeinschaft.
Kompetenzteams können aus Hauptberuflichen und ehrenamtlich Engagierten bestehen und sind für die ganze Pfarrei tätig. Sie haben den Auftrag für ein bestimmtes Thema. Die Teammitglieder bringen besondere Kompetenzen und Erfahrungen mit z.B. zu Katechese, Caritas, Beratung, Familienpastoral, Ökumene, Krankheit, etc.
Kirchorte sind Orte – und nicht unbedingt Kirchengebäude –, die sich pastoral sozusagen spezialisiert haben. Dort werden bestimmte Gruppen angesprochen oder spezielle Veranstaltungsformen angeboten. Beispiele dafür sind ein Quartiersladen, eine Sozialstation eine Kulturkirche, ein Wallfahrtszentrum, ein Familienzentrum, Kirche im Nationalpark oder Jugendkirchen.
Unter Kontaktflächen fallen Gruppen und Initiativen, die in den unterschiedlichsten Formen Kontakte für Menschen mit Glauben ermöglichen, ohne dass sie Gemeinde oder Kirchorte sind. (Aber sie können sich dazu entwickeln.) Dabei kann es sich um eine Gebetsinitiative oder um Familienkreise handeln oder um Menschen, die sich zusammentun, um Hilfsangebote auf die Beine zu stellen oder etwas Neues auszuprobieren.
Einrichtungen in der Pfarrei – das sind z.B. Einrichtungen im Bereich der Caritas oder der Bildung wie Sozialstationen oder Kindertageseinrichtungen.
Sie alle werden umfasst von einer gemeinsam getragenen pastoralen Strategie. Diese bezieht sich nicht nur auf die oben genannten Gruppen, Orte und Teams, die die pastoralen Handlungsräume in der Pfarrei gestalten, sondern auch auf den Pfarrer als Leiter der Pfarrei, seinen Stellvertreter, den oder die Leitende/n Referenten/-in sowie den oder die Pfarreiökonom/-in. Dieses Kernteam sorgt u.a. dafür, dass die pastorale Strategie entwickelt wird. Grundlegende Entscheidungen werden gemeinsam mit dem Pfarreirat getroffen.
Innerhalb der Pfarrei gestalten Ehrenamtliche und Hauptberufliche ihre klar definierten Verantwortungsbereiche und nehmen hier Leitungsverantwortung wahr.
Die Vielfalt der Strukturen erfordert entsprechende Leitungsinstrumente. Von wesentlicher Bedeutung ist dabei eine verlässliche und verbindliche Kommunikationsstruktur. Diese dient nicht nur der Steuerung und Koordination, sondern auch Interessensausgleich und Aushandlungsprozessen.
Letztendlich steht das Modell für eine ermöglichende Leitung, in der Vielfalt, Kreativität und Handlungsspielräume gefördert werden.
Das Erklärvideo zu den neuen Strukturen können Sie bei Youtube anschauen: youtu.be/khwDni2OhmI

