Genervt sein?!
Geistlicher Impuls März 2023
Was nervt Sie gerade im Blick auf unsere Kirche oder im Blick auf Kirchenentwicklung 2030?
Aus der Schriftstelle lese ich vier Schritte zum Umgang mit dem, was mir zu schaffen macht:
1. Geh auf den Grund
Sowohl bei den Israeliten, als auch bei Mose werden existenzielle Auslöser für das Murren benannt: Todesangst und Sorge um die Anvertrauten.
2. Bring es vor Gott
Mach es wie Mose: Wende dich Gott zu. Mit dem, was dir zutiefst zu schaffen macht. Das Gebet schenkt neue Perspektiven und eröffnet Möglichkeiten.
3. Gestalte deinen Handlungsspielraum
Das Gebet führt in die mutige Tat: „Geh am Volk vorbei und nimm einige von den Ältesten Israels mit.“ Geh also ins Leben. Nutze deinen Handlungsspielraum. Und „zeige dich dem Volk“ – stell dich der Situation. Geh nicht allein, suche Verbündete. Nimm Verantwortliche („Älteste“) in die Pflicht.
4. Stütze dich auf deine heiligen Momente
„Nimm auch den Stab in die Hand, mit dem du auf den Nil geschlagen hast“, betont Gott. Dieser Stab steht für die erfahrene Befreiung. Also: Stütze dich auf deine heiligen Momente. Erinnere dich, wofür es sich lohnt, mit Gott unterwegs zu sein. Wo hat dein Glaube dich getragen?
Möge unser Engagement von der Erfahrung getragen werden: „Gott ist in unserer Mitte“ (Ex 17,7).
von Tobias Aldinger, Mitglied der Koordinationsgruppe „Prozesse geistlich gestalten“
Genervt sein?! Eine Schule im Umgang mit dem Murren
Was nervt Sie gerade im Blick auf unsere Kirche oder im Blick auf Kirchenentwicklung 2030?
Genervt zu sein ist im Volk Gottes und der Jüngerschaft Jesu nichts Ungewöhnliches. So auch in der Lesung vom vergangenen Sonntag (Ex 17, 3-7): Dort findet sich so etwas wie eine Schule zum Umgang mit meinem Murren:
Das Volk Gottes ist pilgernd in der Wüste unterwegs in Richtung gelobtes Land. Der Durst lässt das Volk murren – und Mose murrt unter diesem Druck auch („schreit zum Herrn“). Am Ende sprudelt eine frische Quelle aus dem Fels, an den Mose auf Gottes Geheiß geschlagen hat.
Aus der Schriftstelle lese ich vier Schritte zum Umgang mit dem, was mir zu schaffen macht:
1. Geh auf den Grund
Sowohl bei den Israeliten, als auch bei Mose werden existenzielle Auslöser für das Murren benannt: Todesangst und Sorge um die Anvertrauten.
Nimm dein Gefühl ernst und frage dich, was dahintersteckt. Suche nach dem existentielleren Grund. Meist steckt eine Sehnsucht dahinter oder eine Wunde.
2. Bring es vor Gott
Mach es wie Mose: Wende dich Gott zu. Mit dem, was dir zutiefst zu schaffen macht. Das Gebet schenkt neue Perspektiven und eröffnet Möglichkeiten.
3. Gestalte deinen Handlungsspielraum
Das Gebet führt in die mutige Tat: „Geh am Volk vorbei und nimm einige von den Ältesten Israels mit.“ Geh also ins Leben. Nutze deinen Handlungsspielraum. Und „zeige dich dem Volk“ – stell dich der Situation. Geh nicht allein, suche Verbündete. Nimm Verantwortliche („Älteste“) in die Pflicht.
4. Stütze dich auf deine heiligen Momente
„Nimm auch den Stab in die Hand, mit dem du auf den Nil geschlagen hast“, betont Gott. Dieser Stab steht für die erfahrene Befreiung. Also: Stütze dich auf deine heiligen Momente. Erinnere dich, wofür es sich lohnt, mit Gott unterwegs zu sein. Wo hat dein Glaube dich getragen?
Möge unser Engagement von der Erfahrung getragen werden: „Gott ist in unserer Mitte“ (Ex 17,7).